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Für Börsen und Euro geht es abwärts

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Für Börsen und Euro geht es abwärts

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Die Schuldenkrise in der Eurozone drückt auch zu Wochenausklang die Stimmung an Europas Börsen: Der Dax in Frankfurt schloss mit minus 3,1 Prozent, der Züricher SMI mit minus 2,2 Prozent. Vor allem Aktien von Banken und Versicherungen gehörten zu den Verlierern des Tages. Besonders schlimm getroffen wurde die Börse in Madrid: Sie lag zu Handelsschluss bei minus 6,6 Prozent.

“Auf dem spanischen Markt gab es ein Massaker”, erklärt Euronews-Wirtschaftsreporter Constantino de Miguel. “Investoren befürchten, dass die spanische Regierung in einen Teufelskreis geraten ist: Steuererhöhungen und Lohnkürzungen schaden der Wirtschaft, damit nimmt der Staat weniger Steuern ein und die Rückzahlung der Schulden wird schwieriger. All das schadet dem Euro, der auf ein Niveau fiel, auf dem er sich zum letzten Mal im November 2008 befand: nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers.”

Zuletzt notierte der Euro bei einem Dollar 23 90 – ein deutliches Zeichen dafür, dass viele Anleger schwere Zweifel an den langfristigen Perspektiven der Eurozone haben. Angesichts der Währungsunsicherheiten ist Gold gefragt wie lang nicht mehr – und entsprechend teuer.