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Papst geißelt in Portugal Homoehe

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Papst geißelt in Portugal Homoehe

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Wenige Tage vor der geplanten Legalisierung der Homoehe in Portugal hat Papst Benedikt der 16. bei seinem Besuch Front dagegen gemacht.

Nach den Pilgerfeierlichkeiten am Wallfahrtsort Fatima zum Jahrestag der Marienerscheinung prangerte er gleichgeschlechtliche Ehen und die Abtreibung an. Abtreibungen sind in Portugal schon legalisiert, das Gesetz zur Homoehe muss noch vom Präsidenten unterzeichnet werden. Sollte dieser – streng katholisch – die Unterschrift verweigern, müsste sich noch einmal das Parlament dafür aussprechen.

Klare Worte des Papstes bei einem Treffen mit Vertretern sozialer kirchlicher Einrichtungen: “Initiativen mit dem Ziel, die grundlegenden, elementaren Werte des Lebens zu schützen – von der Empfängnis bis zur Familie, die auf der untrennbaren Ehe zwischen Mann und Frau beruht – solche Initiativen helfen, auf einige der heimtückischsten und gefährlichsten Bedrohungen des Gemeingutes zu reagieren.” Damit kam er bei seinen Zuhörern gut an.

Ana Jorge, die Gesundheitministerin der sozialistischen Regierung nahm’s gelassen: “Das ist die alt bekannte Position der Kirche, für uns war das also nichts Neues.”

Nach der Messe in Fatima mit rund einer halben Million Pilgern – dem Höhepunkt des viertägigen Papstbesuchs in Portugal – steht an diesem Freitag zum Abschluss noch ein Gottesdienst in Porto an.

Fatima, wo drei Hirtenkinder 1917 eine Marienerscheinung gehabt haben sollen, ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der katholischen Kirche.