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Machtkampf in Thailand

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Machtkampf in Thailand

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Der Konflikt in Thailand, dem bereits im April und jetzt erneut Dutzende Menschen zum Opfer fielen, hat politische Ursachen. Der frühere Ministerpräsident Thaksin Shinawatra – hier links – und der derzeitige Regierungschef Abhisit Vejjajiva kämpfen um die Macht. Thaksin wurde 2006 durch einen Militärputsch gestürzt. Danach gewannen seine Anhänger zwar die Wahl, wurden aber nach Protesten und juristischen Manövern von der Macht verdrängt. Hinter ihm steht die neue Elite. Thaksin selbst, der im Exil lebt, schürt den Konflikt: Er richtet Videobotschaften an seine Anhänger, die Rothemden, vermutlich fließt auch Geld, denn Thaksin ist Milliardär. Der derzeitige Regierungschef Abhisit ist von Gnaden der alten Eliten im Amt. Seine Gegner behaupten, er habe nur deshalb Regierungschef werden können, weil eine Pro-Thaksin-Partei aufgelöst wurde. Hinter ihm steht das Militär. Zuletzt schlug er Neuwahlen vor, zog sein Angebot aber wieder zurück. Der politische Konflikt wird zur Zeit auf der Straße ausgetragen – und dort fließt Blut.