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Proteste nach dem Grubenunglück in Sibierien

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Proteste nach dem Grubenunglück in Sibierien

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Eine Woche nach dem Grubenunglück im südsibirischen Gebiet Kemerowo haben hunderte Minenarbeiter gegen ihre Arbeitsbedingungen protestiert. Zeitweise blockierten die Demonstranten eine Bahnstrecke. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es auf beiden Seiten Verletzte. 28 Demonstranten sollen festgenommen worden sein. An diesem Samstag wurde in der Region der Toten des Grubenunglücks gedacht. Bei zwei Methangas-Explosionen waren am neunten Mai 66 Bergarbeiter ums Leben gekommen. Für 24 Vermisste besteht kaum noch Hoffnung. Wegen eines Brands unter Tage und erhöhter Methanwerte mussten die Rettungsarbeiten abgebrochen werden. Bei der Katastrophe waren auch mehr als 100 Bergleute und Helfer verletzt worden. Die Anlage gehört zum Firmenimperium des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch.