Eilmeldung

Eilmeldung

Thailand: Regierung droht mit Durchgreifen

Sie lesen gerade:

Thailand: Regierung droht mit Durchgreifen

Schriftgrösse Aa Aa

Der Kampf zwischen Oppositionellen und Thailands Regierung in Bangkok eskaliert mehr und mehr zu einem blutigen Bürgerkrieg.
 
Die Armee definierte eine Zone, in der “scharf geschossen wird” – rund um das von Regierungsgegnern besetzte Geschäftsviertel.
 
Nach Angaben von Krankenhäusern hat es bei den Unruhen seit Donnerstag mindestens zwei Dutzend Tote gegeben – darunter angeblich keine Ausländer. Es gebe weit über 100
Verletzte. Während der zweimonatigen Krise waren zuvor schon 29 Tote und rund 1400 Verletzte gezählt worden.
 
Die wegen ihrer Kleidung als Rothemden bezeichneten Regierungsgegner haben sich hinter Wällen aus Autoreifen zurückgezogen.
 
Nach Schätzungen der thailändischen Behörden haben sich rund 5.000 Menschen in dem Stadtteil verschanzt.
 
Die Demonstranten sprachen von 15.000 Besetzern.
 
Auf den Straßen rund um das Geschäftsviertel sind tausende Soldaten im Einsatz. Sie können nach Armeeangaben auf alle schiessen, die ihnen näher kommen als 36 Meter.
 
Zivilisten und Journalisten dürfen das besetzte Viertel nicht mehr betreten.
 
Thailands Regierungschef Abhisit Vejjajiva drohte  in einer  Fernsehen-Erklärung, die Sicherheitskräfte würden jetzt entschlossen gegen die Rothemden vorgehen: “Wir werden die staatliche Ordnung, Ruhe und Frieden wiederherstellen.”
 
Das Oppositionsbündnis UDD verlangt den Rücktritt der Regierung. Sie besteht überwiegend aus Anhängern des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Dessen Anhänger gewannen die Wahlen 2007. Sie wurden aber nach Straßenprotesten und juristischen Manövern aus der Regierung gedrängt.
 
Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Regierung.