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Im Iran festgehaltene Französin wieder daheim

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Im Iran festgehaltene Französin wieder daheim

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Die Französin, die fast ein Jahr in Teheran festgehalten wurde, ist zurück in ihrer Heimat. Clothilde Reiss war im Iran wegen Spionage angeklagt gewesen. Sie wurde von Präsident Nicolas Sarkozy in der französischen Hauptstadt willkommen geheißen.

Vor der Presse in Paris sagte Reiss, sie denke an die Gefangenen in Teheran, deren Schicksal sie teilte. Sie denke vor allem an zwei Männer, die bei der öffentlichen Verhandlung neben ihr saßen und im Januar hingerichtet wurden.

Reiss hatte im Iran Französisch unterrichtet und nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 in E-mails über Proteste berichtet.

Nach Angaben ihres Anwalts seien nun 250.000 Euro Geldstrafe gezahlt worden.

Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sagte, Clothilde Reiss sei nicht gegen iranische Gefangene ausgetauscht worden. Einen Kuhhandel habe es nicht gegeben. Allerdings durfte ein iranischer Ingenieur ausreisen, obwohl die USA ein Auslieferungsgesuch an Paris gerichtet hatten.

Auch wird möglicherweise in der nächsten Woche jener Iraner freigelassen, der für den Mord an dem ehemaligen iranischen Ministerpräsidenten Chapour Bakhtiar in Frankreich in Haft sitzt.