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Bruch mit der "alten Politik" in Großbritannien

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Bruch mit der "alten Politik" in Großbritannien

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Für die neue Regierung in Großbritannien hat der Abbau des Haushaltsdefizits in Höhe von umgerechnet rund 190 Milliarden Euro höchste Priorität. Premierminister David Cameron hat eine unabhängige Prüfung der öffentlichen Ausgaben in Auftrag gegeben. Er warf seinem Vorgänger Gordon Brown von der Labour-Partei einen verschwenderischen Umgang mit den öffentlichen Geldern vor. Brown hat mit seinem Rücktritt am vergangenen Dienstag den Weg frei gemacht für die erste Koalition seit dem Zweiten Weltkrieg im Königreich.

Die Liberalen haben indes in Birmingham mit großer Mehrheit für den Koalitions-Vertrag mit den konservativen Tories gestimmt. Parteichef und Vize-Premier Nick Clegg wandte sich an seine Wählerschaft: “Wir machen etwas Neues und brechen die Regeln der alten Politik. So etwas Großes hat sich seit langem nicht mehr ereignet, es ist also ganz natürlich, dass die Menschen besorgt sind. Das ist normal, wenn man etwas Neues und Mutiges wagt.”

Laut einer Umfrage der Zeitung “Independent” sind zwei Drittel der Wähler der Liberalen enttäuscht über die Koalitionsentscheidung und meinen, dass Clegg die Ideale der Partei verkauft habe.