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"Pompidou-Gruppe": Mit allen Mitteln gegen Drogen

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"Pompidou-Gruppe": Mit allen Mitteln gegen Drogen

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Der Kampf gegen Drogenmissbrauch und Drogenhandel auf dem europäischen Kontinent ist das Anliegen der Pompidou-Gruppe seit fast 40 Jahren. Generalsekretär Patrick Penninckx – wie weit ist die Intiative des Europarats gekommen ?

Im Jahr 1971 entstand die Pompidou-Gruppe auf Initiative des damaligen französischen Präsidenten Georges Pompidou.

Patrick Penninckx, Generalsekretär der Pompidou Gruppe:

“Es gab ein großes Drogenhandels-Problem, das hieß “French Connection”. Der Drogenschmuggel über Südfrankreich nach Amerika hielt die europäischen Staaten bis in die 1970er Jahre in Atem. Also schlossen sie sich zusammen, um den Drogenhandel zu bekämpfen.”

Ursprünglich machten bei diesem informellen Forum sieben Länder mit – Frankreich, Benelux (= Belgien, Luxemburg, Niederlande) , Deutschland, Italien und Grossbritannien – heute sind es 35. Ihr Ziel: Das Wissen in der Drogenbekämpfung zu bündeln.

1980 begab sich die Pompidou-Gruppe unter die Ägide des Europarats, die Aktivitäten streuten breiter. Neben Verbot und Strafe traten eine stärkere Sensibilisierung, dazu Prävention und Betreuung von Drogenabhängigen.

Patrick Penninckx: “Wir wissen, dass die Störung des Handels nicht alles ist. Man muss das Problem auch in anderen Bereichen anpacken, zum Beispiel die Sucht bekämpfen und Drogenabhängige wie Menschen behandeln. Dabei müssen ihre Rechte respektiert werden. “

Ein Plus der Pompidou-Gruppe ist ihr multidisziplinärer Ansatz. Vertreten sind Experten aus allen möglichen Bereichen: Sozialarbeiter, Ärzte, Forscher, Juristen, Polizisten und führende Politiker.

Ganz praktisch sind es Minister aus den Mitgliedsländern, die das Arbeitsprogramm festlegen. Die Experten in themenbezogenen Arbeitsgruppen setzen sie um. Und ein kleines Beamten-Team in Straßburg koordiniert das Ganze.

Die Arbeit der Pompidou-Gruppe mündet in internationalen Verträgen und übereinkommen zwischen den beteiligten Ländern. Das jüngste soll Geldwäsche von Drogeneinnahmen stoppen.

Seit ein paar Jahren arbeitet die Gruppe auch mit Ländern, die nicht im Europarat sind wie Algerien, Marokko, Tunesien, Libanon und Jordanien.