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Ambitionierte Projekte auf der Expo

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Ambitionierte Projekte auf der Expo

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Außergewöhnliche Architektur gibt es auf der Shanghaier Expo zu sehen. Fast 300 Pavillons können auf der teuersten und ambitioniertesten Weltausstellung besucht werden. Unter dem Motto “Better City, better Life” zu deutsch “Bessere Stadt, besseres Leben”, werden zukunftsträchtige Projekte präsentiert. Nur einige Pavillons sind umweltfreundlich. Italien gehört dazu. “City of Man” heißt der Pavillon aus 20 frei aneinandergefügten Modulen, die jeweils eine italienische Provinz repräsentieren und zusammen eine Stadt ergeben. Das Ziel ist Energie zu sparen.

Architekt Giampaolo Imbrighi erklärt: “Wir nutzen nur umweltgerechtes, erneuerbares Material. Es ist ein Bio-Pavillon: Die Luftströmung steigt zwischen dem Hauptplatz und den Seitengängen auf. Diese stellen das architektonische Kernstück des Gebäudes dar. Die Luft bewegt sich dann nach außen, durch die Fenster, und das verbraucht weniger Energie.”

Der irische Pavillon beleuchtet den Kontrast zwischen Städtischem und Bäuerlichem für eine effiziente Nutzung von Raum in zukünftigen Städten. Dänemark konzentriert sich auf das berühmteste umweltfreundliche Fortbewegungsmittel: Das Fahrrad. Mehr als 100 Drahtesel können die Besucher benutzen, um das Original der “Kleinen Meerjungfrau” zu umkreisen. Der finnische Pavillon ist eine Vision urbaner Mobilität. Die Außenwand des Gebäudes besteht aus 25.000 Platten aus erneuerbaren Materialien – ein Projekt für die Zukunft.

Mikko Pustinen, Vertreter der zuständigen Kommission erklärt: “Diese Panel sind aus Tonnen von Papier- und Plastikmüll hergestellt. Um umweltverträglich zu sein, brauchen wir nicht nur High-Tech, sondern wir müssen auch smart sein. Oft sind die Lösungen praktisch. Im Pavillon haben wir die Ausrichtung der Fenster berücksichtigt, haben weiße statt schwarze Farbe verwendet, damit wir den Energieverbrauch verringern können”.

In der Expo gibt es eine Areal, das zeigt wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte. Es ist die “Urban Best Practices Area”. Dort werden Projekte aus der ganzen Welt ausgestellt. Auch das Elsass ist vertreten. Das Gebäude ist von Photovoltaik überzogen und hat eine Glaslamellenfassade. Designerin Lang Fan: “Mit dieser Wasser- und Solar-Mauer kann das Gebäude atmen”.

Im Sommer fallen beständig acht Kubikmeter Wasser auf das innere Glas: Das externe Glas ist offen, dadurch zirkuliert das Wasser und agiert als ein Kühlsystem. Im Winter wird dagegen kein Wasser genutzt. Das äußere Glas schließt sich und die Luft erwärmt sich. Lang Fan: “Dieses System ist eine umweltfreundliche Klimaanlage, ein bisschen wie die menschliche Haut. Das heißt, wenn es kalt ist, schließen sich die Zellen und wenn es warm ist, öffnen sie sich.”

Umweltfreundliche Urbanisierung, Konservierung und Nutzung des kulturellen Erbes sowie technologische Innovationen – jedes Land präsentiert auf der Expo seine Ideen und für die Zukunft.