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EU-Lateinamerikagipfel in Madrid

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EU-Lateinamerikagipfel in Madrid

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Der Lateinamerikagipfel der EU hat begonnen. Beim Familienphoto strahlten alle um die Wette, denn das schwarze Schaf der Familie ist in Madrid nicht dabei. Der Präsident von Honduras Porfinio Lobo hatte abgesagt, weil andere Staatspräsidenten den Gipfel boykottiert hätten, wenn er angereist wäre.

Spanien hat derzeit die EU-Ratpräsidentschaft inne. Es wäre ein Desaster für Madrid gewesen, wenn Schwergewichte wie Brasilien mit seinem Präsidenten Lula da Silva nicht gekommen wären, oder wenn gar Argentiniens Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner abgesagt hätte. Spanien und somit die EU will ein Freihandelsabkommen mit den Staaten Lateinamerikas abschließen und Spanien will seinen Einfluss dort behalten.

Viele lateinamerikanische Staaten feiern in diesem Jahr das 200-jährige Jubiläum ihrer Unabhängigkeit, während die Iberer kurz vor dem Staatsbankrott stehen. Da nützen auch alle Reden des Regierungschefs nichts. Spanien muss schmerzlich lernen wie mächtig ihr nun so schwächliches Land einmal war. Europa muss nun sich alle Türen nach Lateinamerika weit offen halten.