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Hedgefonds müssen sich Regeln beugen

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Hedgefonds müssen sich Regeln beugen

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Spekulative Hedgefonds werden stärker an die Leine gelegt: Darauf haben sich die EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel geeinigt. Fondsmanager müssen sich künftig registrieren lassen und ihre Anlagestrategien offenlegen. Großbritannien, vertreten von Finanzminister George Osborne, lehnte die Regeln bis zuletzt ab: Osborne befürchtet Nachteile für den Finanzplatz London, wo 80 Prozent der europäischen Hedgefonds ansässig sind. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte dazu nur, manchmal gäbe es eben Entscheidungen gegen ein einzelnes Mitgliedsland.

EU-Kommissar Michel Barnier zeigte sich mit dem Beschluss zufrieden. “Wir haben hier sechs wichtige Regeln”, sagte er, “die die Anforderungen der Transparenz, der Verantwortung, der Kontrolle und der Prävention erfüllen. Dazu haben wir uns gegenüber dem EU-Ministerrat verpflichtet, ebenso gegenüber den Bürgern und mindestens drei Mal gegenüber den G20-Staaten.”

Bislang gibt es für Hedgefonds keinerlei Regeln, obwohl sie mit riskanten Geschäften zur globalen Finanzmarktkrise beigetragen haben sollen. 2009 managten Hedgefonds rund zwei Billionen Euro an Vermögenswerten. Künftig sollen Manager nur zugelassen werden, wenn sie unter anderem ein geeignetes Risikomanagement nachweisen können.