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Öl auch in tieferen Meeresschichten

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Öl auch in tieferen Meeresschichten

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Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko haben Wissenschaftler Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen geäußert.

Bislang wurden aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe rund 1000 Barrel (136 Tonnen) Öl abgesaugt. Doch das ist nur ein kleiner Teil des insgesamt ausgetretenen Öls, das sich nicht nur an der Oberfläche sammelt. Ein Wissenschaftler: “Selbst in tieferen Wasserschichten haben wir noch Öl gefunden. Wir fanden regelrechte Ölwolken in etwa 600 Metern Tiefe. Teilweise sogar noch wesentlich tiefer.”

Vor dem US-Kongress wehrte sich ein Vertreter von BP gegen voreilige Schlüsse: “Wir benötigen Daten bezüglich der Ausdehnung oder Dichte der Ölschwaden. Aktuell sollten wird aber vorsichtig mit Vorhersagen sein, wohin sich das Öl bewegen könnte.”

Proben ergaben eine Verteilung auf die gesamte untersuchte Wassersäule,- vom Grund bis zur Wasseroberfläche. Eben dieser Umstand macht Prognosen zum weiteren Verlauf der Ölpest so schwierig.

Die Strömung treibt die riesige Lache momentan zwar nach Süden,- dauerhaft könnten jedoch auch die Touristenstrände in Florida bedroht sein.