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Paris entlässt iranischen Mörder

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Paris entlässt iranischen Mörder

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Zwei Tage nach der Heimkehr der im Iran festgehaltenen französischen Lehrerin Clotilde Reiss hat Paris einen wegen Mordes in Frankreich verurteilten Iraner in seine Heimat entlassen.

Ali Wakili Rad saß in Frankreich eine lebenslange Haftstrafe ab. Er hatte 1991 den ehemaligen iranischen Ministerpräsidenten Schapur Bachtiar und dessen Sekretär in Suresnes bei Paris getötet. Iranische Religionsführer hatten den Tod Bachtiars gefordert.

Einen Zusammenhang zwischen der Freilassung des Mörders und der Rückkehr der Französischlehrerin gibt es offiziellen Angaben zufolge nicht.

Der Anwalt Rads sagte, der Antrag auf Abschiebung seines Mandanten in die Heimat sei bereits vor der Verhaftung der Französin im Iran im Juni 2009 gestellt worden.

Reiss, die im Iran Französisch lehrte, war nach der umstrittenen Wiederwahl des iranischen Präsidenten Machmut Achmadinedschad wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Sie hatte in E-mails über die Proteste nach der Wahl geschrieben. Am Sonntag durfte Reiss nach Paris zurückkehren.