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Thailand: keine Verhandlungen vor Ende der Proteste

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Thailand: keine Verhandlungen vor Ende der Proteste

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Die Regierung in Thailand besteht vor Verhandlungen mit den Rothemden auf einem Ende der Proteste. An mehreren Stellen gingen die Scharmützel zwischen Staatsmacht und Oppositionellen weiter: Demonstranten schleuderten Brandsätze, Soldaten schossen. Allerdings erreichte die Gewalt nicht das Niveau der vorangegangen Tage.

Das Militär teilte mit, die Operation zur Isolierung der Demonstranten mache Fortschritte. Der Chef der Staatskanzlei Satit Wongnongtoey lehnte eion Vermittlungsangebot von 64 Senatoren ab: Nur wenn die Proteste aufhören, könne es zu Verhandlungen kommen.

Seit vergangener Woche ist das Viertel, in dem die Rothemden demonstrieren abgeriegelt. Vor den Barrikaden liegt dicker Stacheldraht. Raus darf jeder, aber wer rein will, muss seinen Ausweis vorzeigen. So will die Armee den Demonstranten das Leben schwerer machen und sie zur Aufgabe zwingen.

Die regulären Bewohner leiden unter der Belagerung. Der Motorradtaxifahrer Saman Pornvien erklärt, er sei bestürzt. “Es ist nicht richtig, dass die Soldaten das Viertel abgesperrt haben und auf unbewaffnete schießen.”

Am Montagnachmittag war das Ultimatum, das die Armee den Demonstranten zum Verlassen des Geschäftsviertels gestellt hatten, abgelaufen. Wie das Militär nun reagieren wird, läßt sich nicht absehen.