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Olpest kommt

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Olpest kommt

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Vor gut einem Monat ist die Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko gesunken. Seitdem läuft aus dem Leck am Meeresboden täglich 700.000 Liter Öl ins Meer. Der Ölmulti BP versucht das Leck mit allen Mitteln zu stopfen. Doch alle Versuche sind bisher gescheitert. Eine Umweltkatastrophe von bisher nicht gekannten Ausmaßen scheint sich anzubahnen. Denn der Ölteppich bereitet sich immer weiter aus. Die US-Behörde für Ozeanographie NOAA hat nun weite Teile im Golf von Mexiko für die Fischerei gesperrt. Sie vergrößerte die Verbotszone vorn rund 8 auf etwa 19 Prozent. der betroffenen Meeresregion.

Doch die Menschen in den Südstaaten wie Louisiana, Alabama bis rüber nach Florida fürchten, dass das Öl an ihre Küsten schwappt. Die Fischer sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Kapitän Larry Hooper sagt: “Die sind verrückt. Sie wissen nicht wie groß der Ölteppich, die Ölblase im Meer überhaupt ist und wie schnell sie sich auf die Küste zubewegt. Sie sagen ja nichts. Jetzt wissen wir nur, dass es eine Ölblase da unten gibt.”

Nach neuesten Einschätzungen der US-Naturschutzbehörde könnte die Meereswelt im Golf von Mexiko über Jahrzehnte an den Folgen der Ölpest leiden. Die Fischer machen sich nichts mehr vor. Sie sehen für ihre Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes – schwarz.