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Palästinenser rufen zum Boykott israelischer Waren auf

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Palästinenser rufen zum Boykott israelischer Waren auf

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In Ramallah im Westjordanland haben palästinensische Studenten eine Kampagne zum Boykott von Produkten aus israelischen Siedlungen gestartet. Sie vernichteten unter anderem Waren wie Milch oder Getreide, das aus Siedlungen stammte. Hinter der Aktion steht die Organisation “Palestinian National Pride”. Unter dem Motto “Von Haus zu Haus” zogen die Studenten durch Ramallah, um – so sagen sie – die Menschen auf die in ihren Augen negativen Auswirkungen von Siedlungs-Produkten aufmerksam zu machen. Der stellvertretende palästinensische Wirtschaftsminister, Abdel Hafeez Nofal, sagte, die Palästinenser wollten die Produktion von Gütern in den Siedlungen beenden, die palästinensische Politik stünde geschlossen hinter dem Boykott, die Kampagne werde fortgesetzt und ausgedehnt.

Von seiten der Organisatoren heisst es, man werde den Menschen eine unter anderem Liste mit Produkten aus Siedlungen geben. Ausserdem können Unterstützer einen gelben Aufkleber an ihrem Haus anbringen mit der Aufschrift: Ich habe ein ruhiges Gewissen. Vor einem Monat hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ein Gesetz erlassen, das die Produktion von und den Handel mit Produkten aus Siedlungen verbietet – unter Androhung von bis zu 7 Jahren Haft.