Eilmeldung

Eilmeldung

Euro-Zone: eine Frage der Verantwortung

Sie lesen gerade:

Euro-Zone: eine Frage der Verantwortung

Schriftgrösse Aa Aa

Diese Woche hat erneut die Wirtschaftskrise die Tagesordnung im Parlament in Straßburg beherrscht.
Die Abgeordneten wollen den Worten Taten folgen lassen, mit dem Finanz-Aufsichts Paket, das im Juni verabschiedet werden soll. Wir haben Sylvie Goulard, Mitglied der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, gefragt, wie sie die Lage einschätzt:

“Man sollte nicht übertreiben. Die Märkte sind verantwortlich und müssen besser kontrolliert werden. Aber die Mitgliedsstaaten der Euro-Zone sind auch verantwortlich, wenn sie das Abkommen nicht respektieren, das besagt, dass der Euro eine gemeinsame Verpflichtung ist. Es ist eine verbindliche, politische Entscheidung, bis jetzt haben wir noch nicht alle Schlüsse daraus gezogen.”

Die Abgeordnete ruft die 27 Mitgliedsstaaten dazu auf künftig besser zu kooperieren:

“Die Krise hat gezeigt, dass die nationalen Aufsichtsorgane, seien es die Zentralbanken oder andere unabhängige Behörden, sehr wenig zusammen arbeiten. Wir müssen also ehrgeizig sein. Das Europäische Parlament hat eine Stellungsnahme im Wirtschafts- und Währungsausschuss verabschiedet, die weiter geht als die des Rats. Wir wollen den Rat an seine Aufgaben erinnern und ihm sagen: das haben wir 2008 und 2009 durchgemacht Angesichts dessen, was heute passiert, glauben Sie wirklich, dass wir keine europäischen Regeln zur Finanzaufsicht brauchen ?”

Sylvie Goulard steht Rede und Antwort dieses Wochenende in Agora.