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Ölpest: Schwarze Schmiere droht in Atlantik zu treiben

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Ölpest: Schwarze Schmiere droht in Atlantik zu treiben

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Vier Wochen nach dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko sind weite Teile der Küste des US-Bundesstaates Louisiana verschmutzt. Zahlreiche Pflanzen und Tiere in dem hochempfindlichen Marschland sind gefährdet. Nach wie vor sprudeln unentwegt Hunderte Tonnen Rohöl ins Meer. Laut dem Energiekonzern BP, dem Eigner der zerstörten Plattform, sind es rund 700 Tonnen täglich. Und der Ölteppich weitet sich immer mehr aus.

Der Chef der Küstenwache, Thad Allen, sagte bei einer Anhörung vor dem Senat in Washington, man habe Teerklumpen in Texas gefunden, man kämpfe gegen eine nahezu unbegrenzte Bedrohung, die sich nach allen Seiten ausbreite. Mittlerweile drohen Strömungen, den Ölteppich in den Atlantik zu treiben. Nach Aussagen der Behörden könnte das die schwarze Schmiere in den nächsten Tagen in Kuba ankommen. Auch die Küste Floridas liegt im Gefahrenbereich. Die Florida Keys sind bedroht. In einer Woche könnte das Öl dasein.

BP will die Öl-Quelle unterdessen am Wochenende komplett schließen. Der Konzern werde am Samstag oder Sonntag versuchen, schweren Schlamm in die Quelle zu pumpen, berichteten US-Medien am. BP hofft, dass das Loch dadurch verstopft wird. Danach könne es mit Zement abgedichtet werden.