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Proteste in Bukarest

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Proteste in Bukarest

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In Bukarest haben zehntausende Menschen gegen drastische Sparpläne der Regierung protestiert. Diese sehen Gehalts- und Rentenkürzungen in großem Umfang vor. Vor allem Beamte, aber auch zum größten Teil ohnehin bettelarme Rentner müssen jetzt um ihre kargen Bezüge fürchten.

Der internationale Währungsfonds verlangt von Rumänien eine Sanierung seines maroden Staatshaushalts. Doch anders als etwa in Griechenland, schiebt die Bevölkerung den Schwarzen Peter nicht dem IWF, sondern der Regierung zu. Eine Sichtweise, die der IWF-Unterhändler teilt: “Die Regierung hat entschieden, dass sie den Schwerpunkt auf Ausgabenkürzung legt. Sie hat entschieden, das Haushaltsproblem durch Kostensenkungen in den Griff zu bekommen. Es war ihre Entscheidung.”

Eine Entscheidung die für verzweifelte Proteste sorgt. Rumänien hatte im Frühjahr 2009 einen Notkredit von rund 20 Milliarden Euro zugesagt bekommen. Der IWF macht die Auszahlung der nächsten Kreditrate von Sparmaßnahmen zur Haushaltssanierung abhängig.