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Ruhiger Morgen in Bangkok

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Ruhiger Morgen in Bangkok

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Der Donnerstag begann ruhig in Thailands Hauptstadt Bangkok. Nur der Rauch, der zwischen den Hochhäusern aufsteigt, zeugt von den jüngsten Krawallen. Anhänger der oppositionellen Rothemden hatten in der Innenstadt verschiedene Gebäude in Brand gesetzt – aus Empörung über die Festnahme ihrer Anführer. Für die Nacht hatte die Regierung eine Ausgangssperre über Bangkok verhängt. Die sonst bunt beleuchtete Stadt bleib weitgehend dunkel. Viele Behörden sollen die gesamte Woche über geschlossen bleiben.

Thailands Premierminister Abhisit Vejjajiva sagte, seine Regierung und die Sicherheitskräfte seien entschlossen, die Probleme zu beenden. In mehreren Provinzen im Nordosten zogen gestern Sympathisanten der Rothemden durch die Strassen, um gegen den massiven Militäreinsatz in Bangkok zu protestieren. Die Anführer des Oppositionsbündinsses UDD hatten sich gestern ergeben, um, so sagten sie, weiteres Blutvergiessen zu verhindern. Bei dem Militäreinsatz in Bangkok kamen sechs Menschen ums Leben. Die Rothemden verlangen Neuwahlen und den Rücktritt von Premier Abhisit. Sie werfen ihm vor, nicht demokratisch an die Macht gelangt zu sein.