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BP in der Kritik

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Die Kritik am Konzern BP im Umgang mit den Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko wird zunehmend schärfer.

Diese Bilder von der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April gelangten erst jetzt in die Öffentlichkeit, ebenso die Videoaufnahmen einer Unterwasserkamera, die BP direkt am Leck positioniert hat, um die Menge des austretenden Öls abschätzen zu können.

Amerikanische Umweltschutzorganisationen und Politiker kritisieren diese zögerliche Veröffentlichung des BP-Bildmaterials:
“BP hat 23 Tage nur gemauert, wenn es um die Freigabe der Videos ging. Selbst danach erschienen die Bilder nur kleckerweise. Auch wenn es BPs Aufnahmen sind,- es ist Amerikas Ozean.”

Experten schätzen überdies, dass wesentlich mehr Öl ins Wasser austritt als bisher von BP zugegeben. Im Bundesstaat Louisiana gelangt nach und nach mehr rostbraunes, dickflüssiges Öl in das empfindliche Marsch- und Sumpfland.

Aufgrund der Hauptströmung im Golf von Mexiko prognostizieren die Wissenschaftler für die nächsten Tage eine Ausbreitung des Öls nach Südosten: In Richtung Florida und möglicherweise hinauf die amerikanische Ostküste.

Alle Hoffnungen auf ein Eindämmen der Ölpest ruhen indes weiter auf BP. Ingenieure des Konzerns wollen am Sonntag einen ersten Versuch starten, das Bohrloch direkt zu verschließen.