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BP wegen Ölpest unter Beschuss

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BP wegen Ölpest unter Beschuss

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Die Auswirkungen der Ölpest im Golf von Mexiko sind immer deutlicher zu sehen, – und zugleich wird die Kritik am Ölkonzern BP immer schärfer. Die Regierung in Washington forderte BP auf, alle wichtigen Informationen und Daten zu dem Desaster sofort zu veröffentlichen. Dies schrieben die amerikanische Heimatschutz-Ministerin und die Leiterin der Umweltbehörde EPA an den Chef des Ölkonzerns. Der Vertrauensverlust für BP ist gewaltig.

Edward Markey, Kongressabgeordneter der Demokraten, sagte: “Wir können BP nicht mehr vertrauen, die Menschen trauen den Experten nicht mehr. BP hat alle Glaubwürdigkeit verloren. Andere müssen jetzt die Entscheidungen treffen. Denn es ist klar, dass BP die tatsächlichen Folgen dieses Öl-Lecks vertuscht hat.”

Seit gestern zeigt BP im Internet das Leck am Meeresboden in einem Live-Video. Die Bilder bestätigen offenbar, dass mehr Öl aus dem abgerissenen Steigrohr ins Wasser sprudelt als bisher von BP geschätzt. Experten hatten an den früheren Angaben bereits Zweifel geäußert, und
die Regierung war deshalb schärfer unter Beschuss geraten: Wissenschaftler und Umweltexperten werfen ihr vor, sie habe sich zu stark auf BP-Angaben verlassen.