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Cameron will erfolgreichen Euro - allerdings nicht in Grossbritannien

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Cameron will erfolgreichen Euro - allerdings nicht in Grossbritannien

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Der neue britische Premierminister David Cameron hat gestern seinen Antrittsbesuch in Frankreich absolviert. Er wurde von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Elysée-Palast in Paris empfangen. Auf der Agenda: Die Euro-Krise. Sarkozy wies dabei auch Gerüchte über angebliche Uneinigkeit zwischen ihm und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise zurück. Die Spielregeln in der Eurozone müssten geändert werden, da gebe es verschiedene Auffassungen.

Ländern mit hohem Staatsdefizit Strafzahlungen aufzuerlegen führe nur dazu, dass diese Länder ein noch höheres Defizit hätten, so Sarkozy. Daher müsse man sich effektivere Sanktionen überlegen. Kanzlerin Merkel habe Vorschläge gemacht, sein Vorschlag sei eine Aussetzung des Stimmrechts. Laut Euroskeptiker Cameron liege der Erfolg der Eurozone und des Euro im Interesse Grossbritanniens.

Die Wirtschaft der Eurozone müsse sich erholen, das Gleichgewicht müsse wiederhergestellt, die Probleme gelöst werden, sagte der Premier nach dem Treffen. Cameron reist heute nach Berlin, um sich mit Bundeskanzlerin Merkel zu treffen. Die Reise soll ein Signal sein, dass Cameron die Zusammenarbeit mit der EU ernst nehme, heisst es aus Camerons Delegation.