Eilmeldung

Eilmeldung

Dänen in Afghanistan: Mads und Daniel als "Ego Shooter"

Sie lesen gerade:

Dänen in Afghanistan: Mads und Daniel als "Ego Shooter"

Schriftgrösse Aa Aa

Nein, das ist nicht Hollywood. Das ist Armadillo, in Helmand, Afghanistan. Das ist kein Spielfilm. Das ist echt.

Der dänische Regisseur Janus Metz bekam für seinen kontroversen Dokumentarfilm “Armadillo” den großen Preis der Kritiker auf dem Film Festival in Cannes.

Der Film schildert sechs Monate im Leben einer Handvoll junger Soldaten. Erschreckend für das politisch korrekte Dänemark: Man sieht, wie Mads und Daniel von nebenan zu hartgesottenen Kriegsmaschinen verrohen, die selbst die Tötung von Kindern schulterzuckend in Kauf nehmen.

Janus Metz:
“Krieg ist so. Schnelle Antworten und naive Haltungen kann man sich abschminken. Krieg ist sehr heftig, sehr hart und wild.”

Besonders eine Sequenz erschüttert die
dänische Militär-Berichterstattung: Dänen geraten in einen Taliban-Hinterhalt. Ein höllisches
Gefecht endet mit einer dänischen Handgranate, die mehrere Aufständische tötet. Ausser Gefahr feuern die Soldaten wie entfesselt weiter auf den am Boden liegenden Feind.

Die Nachbesprechung endet in Prahlerei und Gelächter.