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Kuba: Regenzeit bringt Sonne und Dürre

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Kuba: Regenzeit bringt Sonne und Dürre

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Tanklastwagen bringen in Kubas Hauptstadt Havanna Wasser in die Haushalte. Mehr als eine halbe Million Kubaner werden so versorgt. Jetzt sollen die Menschen nach Behördenwillen ihren Wasserverbrauch senken. Der Grund: Seit Monaten wird das Land von einer Dürre geplagt. Viele Wasserleitungen sind trocken.

Ein Markthändler sagte, an einem Tag habe man Wasser, dann sei es für die nächsten zwei Tage weg. Er hoffe, die Lage werde sich stabilisieren, so könne es nicht weitergehen. In den Wasserreservoirs, etwa in Zaza, sinkt der Pegel immer weiter. Besonders betroffen von der Dürre: Die Zuckerbauern, die das wohl wertvollste Exportgut des Landes herstellen.

Die Bauern fürchten um ihre Ernte. Der Landwirt Guillermo Rodriguez sagte, zwar sei die Erde teilweise noch etwas feucht nach einem Regenguss, das helfe dem Zuckerrohr, aber wenn es jetzt nicht mehr regne, seien die Pflanzen in Gefahr. Es hat nur selten geregnet dieses Jahr. 2009 war sogar eines der vier trockensten Jahre auf Kuba in den vergangenen hundert Jahren. Auch Wetterexperten versprechen keine Erleichterung: die diesjährige Regensaison auf der Insel, die eigentlich in diesem Monat beginnt, bringe vor allem eines: Sonne.