Eilmeldung

Eilmeldung

Untersuchung wegen Terroranschlägen von London

Sie lesen gerade:

Untersuchung wegen Terroranschlägen von London

Schriftgrösse Aa Aa

Die gerichtliche Untersuchung der schweren Terroranschläge in London im Juli 2005 wird sich auch mit dem Verhalten der britischen Polizei und des Geheimdienstes befassen: Dies entschied die zuständige Richterin Lady Justice Hallett.

Bei den Selbstmordanschlägen in der Londoner U-Bahn und einem Bus waren 52 Menschen ums Leben gekommen.

Die Richterin erklärte, sie werde mögliche Fehler der genannten Behörden in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren vor den Anschlägen in Betracht ziehen.
Ein Anwalt der Hinterbebliebenen sagte: “Es besteht Hoffnung, dass die Frage ‘hätte der 7.Juli verhindert werden können?’ endlich beantwortet wird. Sollte herauskommen, das die Polizei und die Sicherheitsdienste in irgendeiner Weise versagt haben: Warum haben sie versagt? Hätte mehr getan werden können? Sind daraus Lehren gezogen worden? Und wird man künftig wirksame Maßnahmen treffen?”

Die Untersuchung soll unter anderem klären, warum zwei der vier Attentäter nicht weiter beobachtet wurden, nachdem sie sich siebzehn Monate vor den Anschlägen mit bekannten Terrorverdächtigen getroffen hatten.
Terrorermittler hatten einen der Täter schon im Vorjahr im Visier gehabt – im Zuge der Ermittlungen wegen eines anderen Komplotts.
Die Untersuchung der Anschläge vom Juli 2005 soll im Oktober beginnen. Sie war durch andere Verfahren im Zusammenhang mit den Anschlägen verzögert worden.