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Vatikan spricht von "großartigem Erfolg"

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Vatikan spricht von "großartigem Erfolg"

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Ein Team um den US-Genforscher Craig Venter hat erstmals eine Zelle mit komplett künstlichem Erbgut geschaffen.

Sie stellten Erbgut im Labor her und pflanzten es dann in ein Bakterium ein. Das originale Erbgut des Bakteriums wurde abgestossen.

Die Wissenschaftler betonten, dass die langjährigen Forschungsarbeiten an dem Projekt auch von intensiven Diskussionen über die ethischen Konsequenzen begleitet wurden. Mit Spannung wurde daher auch die Reaktion des Vatikan erwartet:

“Diese Entdeckung ist ein großartiger Durchbruch. Die katholische Kirche hat diesbezüglich keinerlei Bedenken. Momentan befinden wir uns aber noch im Stadium theoretischer Grundlagenforschung. Es bleibt abzuwarten, welche praktischen Anwendungen sich eines Tages daraus ergeben. Eine ethische Beurteilung kann es vorher nicht geben.”

Und genau was diese konkreten Anwendungsmöglichkeiten angeht, wird es Experten zufolge noch eine ganze Weile dauern, bis die Wissenschaft die neuen Erkenntnisse in Projekte einbringen kann: “Man darf nicht erwarten, dass so eine Entdeckung gleich am nächsten Tag zur Entwicklung neuer Moleküle führen wird. Die Zeit dazu wird kommen,- doch benötigen wir mehr Zeit um die Dinge wirklich zu verstehen.”

Möglichkeiten bieten sich aus Sicht der Grundlagenforscher viele:

Sie sind der Ansicht, ein Durchbruch in der Forschung könne zum Beispiel zur Züchtung künstlicher Bakterien zur Erzeugung von Bio-Kraftstoffen oder zum Einsatz gegen Umweltverschmutzung führen.