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Gaypride in Bukarest

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Gaypride in Bukarest

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Zum nun bereits sechsten Mal haben Schwule, Lesben und Transsexuelle in der rumänischen Hauptstadt Bukarest die Gaypride abgehalten.

An der Demonstration für mehr Toleranz und die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare
nahmen zwar nur rund 300 Menschen teil,- angesichts des bisherigen Umgangs mit Homosexualität in Rumänien gilt den Organisatoren jedoch selbst das bereits als Erfolg:

“Ich kann Ihnen sagen, wir haben hier schon viel schlimmere Zeiten erlebt, als heute. Ich denke, es kann nur besser werden.”

Eine weitere Teilnehmerin: “Wir werden diskriminiert, deshalb müssen wir auf die Straße gehen und zeigen, dass es uns gibt. Die Gesellschaft wird das langsam akzeptieren müssen.”

Doch genau mit dieser Akzeptanz tun sich viele Rumänen nach wie vor schwer. So konnte die Gaypride auch zum sechsten Mal nur unter großem Sicherheitsaufgebot stattfinden.

Rechtsradikale und konservative Gegendemonstranten spiegelten die Ansicht eines Großteils der Rumänen wider, und DIE halten Homosexualität für eine Sünde. Erst 2003 konnte sich das Land dazu durchringen, sie zu entkriminalisieren.

Dies in erster Linie auf Druck der Europäischen Union, der Rumänien 4 Jahre später beigetreten ist.