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Polen bangt - halten die Deiche ?

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Polen bangt - halten die Deiche ?

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Ein Teil der viertgrößten polnischen Stadt Breslau ist nach einem Deichbruch vom Oderhochwasser überflutet worden. In der Siedlung Kozanow im Nordwesten der Stadt stehen die Häuser bis zu einer Höhe von zwei Metern im Wasser. “Land unter” gilt für ein Gebiet von insgesamt 80 Hektar mit vielen Wohnblocks und Einfamilienhäusern.

Die Oder und ihr Zufluss Sleza hatten am Samstag einen Deich an zwei Stellen durchbrochen. Durch die Hauptstadt von Niederschlesien strömte seit dem Morgen der Hochwasserscheitel der Oder.

Auch Warschau bangt vor einem Bruch der Deiche der Weichsel. Der Scheitel der Flutwelle ist besonders lang und dürfte Warschau erst am Dienstag verlassen. Deshalb befürchten die Behörden, dass sich das Wasser durch schwammig gewordene Deiche einen Weg bahnen könnte.

Schulen und Kindergärten in besonders bedrohten Stadtteilen wurden geschlossen.

Bislang kamen im ganzen Land zehn Menschen in den Fluten ums Leben.

Polens Regierungschef Donald Tusk bezifferte die Schäden mit bis zu zwei Milliarden Euro.

Gegen die Flut kämpften in Polen insgesamt rund 50 000 Feuerwehrleute und 1000 Soldaten.

Die Flutwelle rollt weiter nach Norden, das deutsche Bundesland Brandenburg bereitet sich auf die ersten Ausläufer vor.