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Kleiner Fortschritt im Währungsstreit zwischen USA und China

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Kleiner Fortschritt im Währungsstreit zwischen USA und China

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Ein Händedruck soll Entspannung signalisieren: US-Finanzminister Timothy Geithner hat in Peking bei Gesprächen mit Regierungsvertretern nur kleine Fortschritte in der Währungsfrage erzielt. China lehnt eine schnelle Aufwertung des Yuan ab, kündigte aber eine schrittweise Reform an. Geithner forderte China zur Fairness auf. “Nach dem Beitritt zur Welthandelsorganisation hat China sich stärker für Importe und ausländische Investoren geöffnet”, sagte er. “Wir hoffen nun, dass Peking sicherstellt, dass Unternehmen, die nach China exportieren, in China operieren und mit chinesischen Konzernen konkurrieren, faire Voraussetzungen vorfinden.”

Das Handelsbilanzdefizit der USA mit China wuchs seit 2001 stetig an und lag 2008 bei rekordverdächtigen 216 Milliarden Euro, bevor es 2009 leicht zurückging. Die USA drängen daher auf eine Aufwertung der chinesischen Währung und argumentieren, dass durch die dann günstigeren Importe die Inflationsrate in China gedrückt und die Binnenwirtschaft gestärkt werde. Allerdings erwarten Experten, dass Peking den Wechselkurs wegen der unsicheren Lage der Weltwirtschaft frühestens im Sommer antastet. Das Spiel um die Währung ist also in eine neue Runde gegangen.