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Ölteppich bedroht weitere Teile der US-Küste

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Ölteppich bedroht weitere Teile der US-Küste

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Es ist eine der größten Umweltkatastrophen, die die USA je gekannt haben. Rund einen Monat nach dem Untergang der Bohrinsel im Golf von Mexiko gefährdet auslaufendes Öl weiter Natur und Tierwelt. Der schwarze Teppich erstreckt sich mittlerweile über 110 km der Küste Louisianas. Bald könnte er Kuba und Florida erreichen. Immer mehr Fischereigebiete werden geschlossen.

Täglich strömen etwa 5000 Barrel Öl ins Meer. Statt wie zunächst angegeben, pumpt der betroffene Konzern BP jeden Tag nur 300 statt 700 Tonnen ab. Der Druck der US-Regierung erhöht sich. Sie schließt nicht aus, notfalls ein Konkurrenzunternehmen beauftragen, um die Ölpest zu bekämpfen.

Der Geschäftsführer von BP Doug Suttles erklärte, man teile die Frustration der Regierung: “Die Menschen hier wollen, dass das endlich aufhört – genau wie ich auch. Ich tue alles erdenklich Mögliche. Wir bekommen Unterstützung von allen Seiten. Die Regierung beobachtet unsere täglichen Anstrengungen, auch sie setzt Experten ein. Es ist wirklich frustrierend, dass wir noch nicht in der Lage waren, die Ölkatastrophe zu stoppen.”

Mit mehr als 600 Millionen Euro haben sich die Kosten innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt. Ist die Katastrophe gestoppt, geht nach Meinung des Gouvernörs von Louisiana die Arbeit weiter: Es genüge nicht, das Leck zu schließen und das Öl aus dem Wasser zu pumpen. Auch die Sümpfe, Fischbestände und Flussmündungen müssten den Zustand vor der Ölpest zurückerlangen.

Doch seit dem Unfall Mitte April sind mehrere Versuche gescheitert, die Umweltkatatrophe zu bekämpfen. BP verschob sein Vorhaben bereits mehrmals, das Leck zu schließen. So treibt immer mehr und immer dickeres Öl auf die US-Küste zu.