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Forderung: Bei Kindesentführung EU-weit 116 000

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Forderung: Bei Kindesentführung EU-weit 116 000

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Jährlich gelten in Großbritannien 140.000 Kinder als vermisst, in Belgien gibt es durchschnittlich vier Fälle pro Tag. Diese besorgniserregenden Zahlen veranlassen Brüssel zum “Internationalen Tag der vermissten Kinder” an die EU zu appellieren: Alle Mitglieder sollten bis in einem Jahr die gleiche Notfallnummer bei Kindesentführungen anbieten.

Die 116 000 kommt bereits in mehreren Mitgliedsländern zum Einsatz – jedoch weder in Deutschland noch in Österreich. Dem Präsidenten des Dachverbands “Missing Children Europe” Francis Jacobs zu Folge wird die Nummer in elf Ländern angeboten. Natürlich müsste sie in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU eingeführt werden, bestenfalls auch in Ländern wie der Schweiz. Erfahrungsgemäß seien die ersten Stunden ausschlaggebend, um ein Kind aufzuspüren. Sei das Leben des Kindes in Gefahr, bestehe die Bedrohung vor allem in den ersten Stunden nach seinem Verschwinden. Dann sollten als erstes Notrufstellen und Hotlines kontaktiert werden.

Eine Vorreiterrolle in der EU spielt das Warnsystem in Frankreich: Weil es besonders engmaschig ist, soll es den restlichen 26 Mitgliedern als Vorbild dienen.
Auch Großbritannien verschärft von nun an die Suche nach entführten Kindern. Die Neuen Medien sollen dabei mit Web- und Textnachrichten behilflich sein.
Vorbild ist auch das US-Warnsystem, bei dem unter anderem Medien, Transportunternehmen und Gesetzesvertreter Hand in Hand arbeiten.