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Kampfhubschrauber werden für EADS zum Milliardengrab

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Kampfhubschrauber werden für EADS zum Milliardengrab

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Das jüngste Sorgenkind von EADS ist ein Kampfhubschrauber mit dem grimmigen Namen “Tiger”, hergestellt von der EADS-Tochter Eurocopter. Wegen schwerwiegender Probleme mit der Verkabelung hat das Verteidigungsministerium in Berlin die Auslieferung gestoppt. Die ersten einsatzfähigen Tiger können nun frühestens Ende 2011 geliefert werden. Die technischen Mängel waren offenbar bereits seit März 2009 bekannt, bis jetzt konnte Eurocopter sie jedoch nicht in den Griff bekommen.

Das Drei-Milliarden-Euro-Projekt entwickelt sich damit immer mehr zum Milliardengrab für EADS. Denn mit jedem zugesagten aber nicht ausgelieferten Tiger muss der Konzern auf rund 40 Millionen Euro warten: Bezahlt wird vertragsgemäß erst bei Lieferung.

Bereits Ende 2009 hätte die Bundeswehr in Afghanistan über 67 Tiger verfügen sollen. Tatsächlich wurden bislang elf Hubschrauber geliefert, und die sind wegen der Kabelprobleme nicht für den Einsatz geeignet.