Eilmeldung

Eilmeldung

Neuer Anlauf gegen Ölpest vor US-Südküste

Sie lesen gerade:

Neuer Anlauf gegen Ölpest vor US-Südküste

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ruhen die Hoffnungen jetzt auf einem Versuch, das am Meeresboden sprudelnde Bohrloch zu stopfen.

Seit dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April sind bereits mehrere Anläufe zur Bekämpfung der Ölpest gescheitert.

In Louisiana sind inzwischen etwa 110 Kilometer Küste verseucht, gab der Gouverneur des Bundesstaates bekannt. Experten fürchten eine weitere, massive Verschmutzung. Der Vorstandsvorsitzende der BP-Gruppe sagte: “Es ist klar, dass die Verteidigung der Küste bisher nicht erfolgreich gewesen ist. Ich bin völlig erschüttert. Ich kann Ihnen sagen, dass wir langfristig hier sind. Wir werden jeden Tropfen Öl von der Küste entfernen.“ Die geplante Aktion am Bohrloch habe eine “60- bis 70-prozentige” Erfolgschance, sagte Heyward weiter.

Bei dem Verfahren wird Schlamm durch das tonnenschwere Sicherheitsventil auf dem Bohrloch gepumpt, dem ausströmenden Öl entgegen. Wenn die Aktion gelingt, soll das Loch am Meeresboden mit Zement versiegelt werden.