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Euro-Schwäche vor allem für USA problematisch

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Euro-Schwäche vor allem für USA problematisch

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Der Euro scheint in ernsten Schwierigkeiten zu sein: Gegenüber dem Dollar fiel er auf ein Vier-Jahres-Tief, auch gegenüber dem chinesischen Yuan verlor er an Boden. Für die Exportwirtschaft der Eurozone freilich ist dies von Vorteil – denn dadurch wird das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Das hat auch die OECD in einer Studie festgestellt. OECD-Experte Pier Carlo Padoan sieht den Fall des Euro daher gar nicht dramatisch und fordert eine generelle Neubewertung der wichtigsten Währungen: “Die Weltwirtschaft braucht eine Neugewichtung bei den Wechselkursen. Es geht nicht nur um den Euro, der lange Zeit überbewertet wurde, sondern auch um die chinesische Währung, die unterbewertet wurde und noch immer wird.”

Weit größere Probleme mit dem schwachen Euro als Europa haben die USA. Präsident Barack Obama wollte bis Ende der Legislaturperiode die Exporte verdoppeln, aber der starke Dollar könnte ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Dazu kommen die Schwierigkeiten mit China. Vor kurzem trafen US-Regierungsvertreter in Peking mit Präsident Hu Jintao und anderen Staatsspitzen zusammen, um das leidige Währungsthema zu besprechen. China hat den Yuan an den Dollar gekoppelt und kann daher seine Produkte in den USA billig verkaufen. Die Euro-Schwäche sorgte nun dafür, dass Peking eine Neubewertung seiner Währung verschob, um seine Exporte in die Eurozone nicht zu gefährden.