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Golf von Mexiko: Ölleck-Verschluß verzögert sich

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Golf von Mexiko: Ölleck-Verschluß verzögert sich

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Im Golf von Mexiko verzögert sich der geplante Versuch, das Ölleck zu verschließen. Experten des Ölkonzerns BP prüften noch die Chancen, ob das Leck überhaupt mit der geplanten Methode geschlossen werden kann, bei der Schlamm unter hohem Druck in das Leck gepumpt wird, um es anschließend mit Zement dauerhaft zu versiegeln. In so großer Tiefe ist dieses Verfahren noch nie durchgeführt worden.

Gleichzeitig verschärft die US-Regierung den Ton gegenüber BP und anderen Ölkonzernen. US-Präsident Barack Obama kündigte strengere Kontrollen an: “Wir müssen prüfen, wie es möglich sein kann, dass die Ölkonzerne behaupten, sie könnten diese Probleme lösen – wobei sich nun herausstellt, dass das nicht stimmt.”

Selbst wenn alle vorherigen Tests positiv ausfallen: BP rechnet nur mit einer Erfolgschance von 60 bis 70 Prozent. Der Konzern gerät dabei zunehmend unter Druck: Offenbar hatte er mehrere warnende Anzeichen vor der Explosion der Ölplattform am 20. April ignoriert. Unterdessen sind mehr als 110 Kilometer US-Küste mit Öl verseucht.