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Grüne Energie von Klimaverschmutzern

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Grüne Energie von Klimaverschmutzern

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Erneuerbare Energien “made in Europe” könnten bald ihren weltweiten Spitzenplatz einbüßen. Paradoxerweise wird ihr die Technik aus umweltverschmutzenden Ländern wohl den Rang ablaufen. Länder, die bei Vereinbarungen für verbindliche Klimaziele weltweit auf die Bremse treten. Der Klimakommissarin Connie Hedegaard zu Folge wird Peking Berlin, den weltweiten Primus in der Solartechnik, bald eingeholt haben. Denn die Konkurrenz aus China oder den USA schlafe nicht.

Die Klimakommissarin erklärte, die Innovationen in der Gebäudetechnik, im Schienenverkehr und Mobilfunk erfolgten in surrealer Geschwindigkeit, das betreffe auch die Umwelt. Für sie besteht kein Zweifel darin, dass Peking in diesem Sektor das Geschäft des 21. Jahrhunderts wittert – was ebenso auf Länder wie Korea und Brasilien zutreffe.

Hedegaard hatte die EU-Staaten aufgefordert, bis 2020 30 Prozent weniger Treibhausgas auszustoßen. Vorerst hat sich die EU nur auf einen Rückgang von 20 Prozent im Verlgeich zu 1990 festgelgt.

Bei ihrem Vorstoß musste die Kommissarin nun zurückrudern. Hedegaard sagte, die europäischen Politiker, die Mitgliedsstaaten und der Europäische Rat hätten zu entscheiden, wann die 30 Prozent EU-weit festgesetzt würden.

Zwar sind die Kosten für besseren Klimaschutz wegen der Wirtschaftskrise zurückgegangen, so das Argument aus Brüssel. Allerdings kommt auch genau ihretwegen Gegenwind aus der Industrie. Den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu reduzieren, sei zu teuer.