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Isotherapie - als Basis für Medikamente dienen die Beschwerden der Patienten selbst

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Isotherapie - als Basis für Medikamente dienen die Beschwerden der Patienten selbst

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Didier Le Bail ist Apotheker, und zwar einer der wenigen, der isotherapeutische Medikamente herstellt.

Das Prinzip der Isotherapie ist einfach – und legal: wie in der Homöopathie wird eine Substanz in Wasser aufgelöst, die den Beschwerden des Patienten entspricht. Und es ist der Patient selbst, der die Substanz mitbringt.

“Das kann Hausstaub sein oder Zigaretten, gewisse Allergieauslöser, Pflanzen auf ihrem Balkon, gegen die sie allergisch sind, oder Pollen.”

Aus seinen Schubladen kommen so maßgeschneiderte Medikamente gegen Allergien oder Exzeme, oder zur Tabakentwöhung.

Für Véronique sind die Mittel vertraut. Sie ist gegen Milben allergisch.

“Wenn man allergisch ist, hat man meist eine Nasenschleimhautentzündung und brennende Augen. Ich kann auch ganz klassisch Antihistamine einnehmen. Aber die Isotherapie ist die Basisbehandlung, die auf lange Sicht zur Besserung führt.”

Dieser Allergologe verschreibt regelmäßig isotherapeutische und klassiche Medikamente. Er beklagt aber die mangelnde wissenschaftliche Beschäftigung mit der Isotherapie.

“Die Recherche ist absolut unzureichend. Wenn man den Bedarf der Bevölkerung in Betracht zieht, müsste man die Studien verlängern. Denn wir arbeiten – im Gegensatz zur klassischen Allergologie – noch zu sehr empirisch”.

Die Isotherapie ist wenig rentabel, und in Frankreich ist ein Teil dieser Praxis verboten. Und zwar der, der Medikamente auf Basis von menschlichen Stoffen herstellt, Speichel oder Plazenta zum Beispiel. Viele Praktiker bedauern diese Entscheidung noch immer.