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Italien: Rotstift am öffentlichen Dienst

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Italien: Rotstift am öffentlichen Dienst

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Italien muss den Gürtel enger schnallen. Um den Staatshaushalt zu sanieren, verabschiedete die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein Sparpaket, das rund 24 Milliarden Euro in die Kassen bringen soll. Groß angekündigt war eine Senkung von 10 Prozent der Kosten für die einzelnen Minister des Kabinetts – doch stellte sich heraus, dass es dabei nur um die Spesen gehen sollte.

Ansonsten will die Regierung den Rotstift vor allem im öffentlichen Dienst und auf lokaler Ebene ansetzen. Jeweils 12 Milliarden Euro sollen in den kommenden zwei Jahren eingespart werden, um das Defizit bis 2012 unter die Grenze von drei Prozent zu drücken. In den Schlagzeilen am Morgen standen vor allem geplante Rentenkürzungen.

Italien gilt in der Euro-Währungskrise wegen seiner hohen Staatsverschuldung von 116 Prozent der Wirtschaftsleistung als angreifbar. In den abgelaufenen zwei Jahren ist auch die Kaufkraft der Italiener in den Keller gesackt – auf ein Niveau unter dem des Jahres 2000.