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Italien schnallt den Gürtel enger

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Italien schnallt den Gürtel enger

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Wegen seiner hohen Gesamtschuldenlast ist Italien eines der Risiko-Länder der derzeitigen Euro-Krise, darum hat die konservative Regierung in Rom ein Sparpaket beschlossen, das 24 Milliarden Euro in die Kassen bringen soll. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Sparmaßnahmen seien eine Reaktion auf eine Krise, die durch Spekulanten ausgelöst wurde. “Jetzt geht es darum, das Gewicht des Staates in der Wirtschaft und der Gesellschaft zu verringern.” Er fügte hinzu Europa sei in einer völlig neuen Situation, die alle Länder betreffe. “Alle haben wir über unsere Verhältnisse gelebt!”

Die Regierung will den Rotstift nun vor allem im öffentlichen Dienst und auf lokaler Ebene ansetzen. Die Beamten-Gehälter zum Beispiel sollen ab sofort und für drei Jahre eingefroren werden, das Rentenalter verschiebt sich im Durchschnitt um drei Monate nach hinten und zwischen 2011 und 2013 soll nur noch jede fünfte freiwerdende Stelle neu besetzt werden. Dadurch sollen in den kommenden zwei Jahren jeweils 12 Milliarden Euro eingespart werden um, bis 2012 das Defizit unter die Grenze von drei Prozent zu drücken.