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Franzosen protestieren gegen Rentenreform

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Franzosen protestieren gegen Rentenreform

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In Frankreich haben Hunderttausende gegen die von der Regierung geplante Rentenreform protestiert. Sie will das Renteneintrittsalter von derzeit 60 Jahren schrittweise heraufsetzen.

Sonst würden der französischen Rentenkasse im Jahr 2050 jährlich rund 100 Milliarden Euro fehlen, hieß es aus Regierungskreisen.

60 Prozent der Franzosen lehnen die Reform laut Umfragen ab.

“Ich will nicht erst mit 70 in Rente gehen, wenn ich schon tot bin”.

“Ich werde bald 60 und muss noch zwei Jahre arbeiten, um in Rente gehen zu können. Mehr mache ich aber nicht, das reicht”

Nach den Umfragen hat sich ein großer Teil der Bevölkerung jedoch damit abgefunden, dass eine Reform unumgänglich ist.

“Den Preis muss man zahlen. Entweder haben wir keine Rente, oder wir reformieren das System und verlängern die Lebensarbeitszeit”.

“Das ist doch normal, das man später in Rente geht. Ich bin fitter als mein Vater oder mein Großvater es mit 60 waren. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten.”

Die Beteiligung an den Streiks fiel zunächst geringer aus als beim letzten großen Protesttag im März.

Franzosen gehen durchschnittlich mit knapp 59 Jahren in Rente. In den meisten anderen EU-Staaten liegt das Renteneintrittsalter bei 65 Jahren.