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Start der Operation Top Kill

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Start der Operation Top Kill

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Die Operation Top Kill läuft seit gestern abend. Erst heute am späten Abend wird sich aber herausstellen, ob der jüngste Versuch das das seit fünf Wochen unablässig in den Golf von Mexiko sprudelnde Öl zu stoppen, gelingt. Schlammmassen werden dabei mit Hochdruck in das Bohrloch in 1500 Meter Tiefe gepresst.

BP-Chef Tony Hayward sprach von 60-70 % Erfolgschance und stellte wenige Stunden nach Beginn der Operation einen Plan B vor: “Wir haben vor, binnen drei oder vier Tagen einen Sicherheitsbehälter zum Einsatz zu bringen, der auf dem Bohrlochventil angebracht wird, falls Top Kill erfolglos bleibt.”

Erfolglos heißt, es könnte viel schlimmer werden, und das Loch könnte sich durch den Beschuss mit Schlamm noch vergrößern. Neben den immensen Schäden für die Umwelt sind auch die unmittelbaren Auswirkungen auf die wichtigsten Wirtschaftszweige der betroffenen Regionen bereits zu spüren. Touristen bleiben aus, Fischfang Fehlanzeige. Mittlerweise sind 150 Kilometer der US-Küste verseucht.