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Für homosexuelle US-Soldaten ist das Ende der Diskriminierung einen Schritt näher gerückt. Das Abgeordnetenhaus stimmte am Donnerstagabend für eine Gesetzesänderung, die es homosexuellen Soldaten erlaubt, sich offen zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen.

Einer der Initiatoren des Gesetzesentwurfs ist der Irak-Krieg-Veteran Patrick Murphy, ein Demokrat aus dem Bundesstaat Pennsylvania. “Als ich in Bagdad gedient habe, war es egal für uns, ob der Kammerad hetero- oder homosexuell war, solange er seine M4 abfeuern oder einen Trupp durch die Scharfschützenalle führen konnte. Wir führen zwei Kriege. Warum sagen wir 13500 wehrtüchtigen Amerikanern, dass wir sie nicht brauchen?”, sagte Murphy in der Debatte.

Seit 1993 gilt in den US-Streitkräften der Grundsatz “Don’t ask, don’t tell”. Soldaten dürfen nicht nach ihrer sexuellen Orientierung befragt werden, sich aber auch nicht offen zu ihrer Homosexualiät bekennen. Bis zum Inkrafttreten der Gesetzesnovelle sind noch mehrere Schritte erforderlich.