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Maoisten jagen Schnellzug in die Luft

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Maoisten jagen Schnellzug in die Luft

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Bei einem Anschlag auf einen Schnellzug sind im indischen Bundesstaat Westbengalen am Freitagmorgen mindestens 65 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Eisenbahngesellschaft South Eastern Railway sprangen 13 Waggons des Schnellzuges nach einer Explosion im Gleisbett aus den Schienen. Fünf Waggons stürzten auf das Nachbargleis und wurden von einem Güterzug erfasst. 200 Personen wurden verletzt. Im Wrack des Schnellzuges sind noch zahlreiche Menschen eingeschlosssen.

Der Gyaneshwari-Express war auf dem Weg von Kolkatta nach Mumbai als er gegen 1 Uhr 30 Ortszeit im Distrikt West-Midnapore entgleiste. Der Lokführer vernahm zuvor eine Explosion.

“Mir tuen die unschuldigen Menschen leid. Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt. Wir werden für alle die nach Mumbai wollen einen Sonderzug einsetzen”, versprach die indische Eisenbahnministerin Mamata Banerjee. Barajee kündigte an, den Angehörigen der Getöteten eine Entschädigung von rund 9000 Euro zukommen zu lassen.

Die in der Gegend operierenden maoistischen Guerilla übernahmen die Verantwortung für den Anschlag. In der Nähe des Unglücksortes stellte die Polizei zwei Plakate sicher, auf denen sich die maoistische Guerillabewegung PCPA zu dem Anschlag bekannte. Die Volkskomitees gegen Polizeibrutalität (People’s Committee against Police Atrocities, PCPA) kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der armen Landbevölkerung und gegen Polizeibrutalität.