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Schlimmste Ölpest aller Zeiten

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Schlimmste Ölpest aller Zeiten

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Noch immer ist kein Ende der schon jetzt schlimmsten Ölpest aller Zeiten in den USA in Sicht. BP blieb zunächst erfolglos mit dem Versuch, das Bohrloch am Meeresgrund durch schweren Schlamm zu schliessen. Die sogenannte Operation TOP KILL musste wegen technischer Probleme sogar 16 Stunden lang unterbrochen werden.

Jetzt soll es noch bis Morgen dauern, um zu ermitteln, ob die Pumpaktion TOP KILL überhaupt zum Erfolg führen kann.

Auf einer Pressekonferenz in Washington fragten Journalisten den US-Präsidenten, ob die Ölkatastrophe seine Kathrina werde – nach dem Sturm, der George Bushs Image schädigte.

Barack Obama versprach als Konsequenz aus der Ölpest Reformen. Über Jahre hinweg habe es eine skandalös enge Beziehung zwischen der Ölindustrie und den sie kontrollierenden Ämtern gegeben. Jetzt habe man entschieden, die Verantwortung zu trennen, es würden nicht mehr dieselben Leute, die Bohrgenehmigungen erteilen, auch die Sicherheit der Bohrinseln überwachen.

Die inzwischen zurückgetretene Leiterin der Behörde, die mit der Überwachung der Offshore-Bohrungen beauftragt, soll Schmiergelder von der Ölindustrie erhalten hat.

Experten der US-Regierung korrigierten die Menge austretenden Öles dramatisch nach oben. Damit ist die Ölpest im Golf von Mexiko schlimmer als die des Tankers Exxon Valdez, der 1989 vor der Küste Alaskas verunglückt war, und damit die schlimmste der USA überhaupt.