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Talibanattentat auf Ahmadiyya-Moscheen


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Talibanattentat auf Ahmadiyya-Moscheen

Bei einem koordinierten Angriff auf zwei Moscheen einer muslimischen Sekte sind in der pakistanischen Stadt Lahore am Freitag mindestens 70 Menschen getötet worden. Nach dem Freitagsgebet stürmten die Angreifer die Moscheen der Ahmadiyya-Gemeinden in den Stadtteilen Model Town und Garhi Shahu, warfen Handgranaten und schossen um sich. Zum Zeitpunkt des Angriff befanden sich etwa 1500 Menschen in den Moscheen.

Bei einem Schußwechsel mit der Polizei wurde ein Angreifer getötet. Ein weiterer konnte festgemnommen werden. Drei Attentäter sprengsten sich in der Moschee von Ghari Shatu in die Luft.

Die “Talibanbewegung des Punjab” (Tehreek-e-Taliban Punjab, TTP) bekannte sich zu dem Überfall. Sie warf den “Ahmadis” in einem Bekennerschreiben vor, Mohammed nicht als Propheten anzuerkennen, gegen den Heiligen Krieg zu konspirieren und gemeinsame Sache mit Juden zu machen. Der Angriff sei die letzte Warnung an die Minderheit, Pakistan zu verlassen. Anderenfalls würden sie sterben.

Die “Ahmadiyya-Muslim”-Bewegung ist eine 1889 gegründete islamische Religionsgemeinschaft, die jegliche Gewalt ablehnt. Pakistan ist das einzige Land der islamischen Welt, in dem sie nicht als Muslime anerkannt sind.

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