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"Allianz der Kulturen" tagt in Rio de Janeiro

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"Allianz der Kulturen" tagt in Rio de Janeiro

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In Rio de Janeiro findet derzeit zum dritten Mal das UN-Forum “Allianz der Kulturen” statt. Ziel der von den Vereinten Nationen sowie der Regierungen der Türkei und Spaniens im Jahr 2005 gegründeten Initiative ist es, den Dialog zwischen den Kulturen zu verbessern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte am Rande der Konferenz das von Brasilien und der Türkei mit dem Iran ausgehandelte Abkommen zur Urananreicherung. Euronews-Reporter Claudio Rocco fragte Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández Kirchner, ob sie Ban Ki Moon zustimme, wenn dieser sage, dass Konflikte kulturelle Ursachen hätten. “Natürlich, denn es geht um Ideen, fundamentale Ideen”, so Kricher. “Außerdem, wenn es Wirtschaftskrisen gibt und man diese nicht kanalisiert, haben sie die Tendenz, gewaltsam gelöst zu werden. Das zeigt die Geschichte.” Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos antwortete auf die Frage nach der europäischen Perspektive im Hinblick auf den Dialog der Zivilisationen, es fehle ein Zusammenschluss, um konkrete Programme zu etablieren, Mentalitäten auszutauschen: “Ausschluss, Spaltung, Auseinandersetzungen. Wir brauchen Erziehungsprogramme, Sozialprogramme, Einwanderungsprogramme, Jugendprogramme. Konkrete Programme, die das Verständnis und die Kooperation zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Zivilisationen verbessern.” Um im Atomstreit zu vermitteln, hatte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in den vergangenen Tagen Briefe an seine Kollegen unter anderem in den USA, Frankreich, China und Mexiko verschickt.