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Erster Skandal erschüttert neue britische Regierung

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Erster Skandal erschüttert neue britische Regierung

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Die gerade einmal drei Wochen alte britische Regierung hat ihren ersten Skandal: Der liberaldemokratische Finanzstaatssekretär David Laws gab jetzt zu, seine Spesen unsauber abgerechnet und bei der Aufarbeitung des Spesenskandals im britischen Parlament gelogen zu haben. Einen Teil der Spesen will er nun umgehend zurückzahlen. Außerdem sagte Laws, dass er mit einem Mann zusammenlebt, wovon selbst seine Familie und Freunde nichts wussten. Der Millionär soll Zeitungsberichten zufolge von 2004 bis 2009 seinerzeit umgerechnet 47.000 Euro für seine angebliche Zweitwohnung abgerechnet haben. Sie gehört jedoch Laws langjährigem Lebenspartner James Lundie. Im vergangenen Jahr waren Abgeordnete aller großen Parteien in einen Spesenskandal verwickelt, in dessen Folge Parlamentspräsident Michael Martin zurücktrat. Großbritanniens neuer Premierminister David Cameron war seinerzeit für einen Neuanfang bei der Spesenregelung eingetreten. Die Abgeordneten hatten dem Steuerzahler unter anderem Rattengift, Tennisplätze und Pornofilme in Rechnung gestellt.