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Griechische Arzneimittelpreise gekappt - Hersteller kürzt Lieferungen


Griechenland

Griechische Arzneimittelpreise gekappt - Hersteller kürzt Lieferungen

Griechenlands Diabetiker zahlen womöglich einen hohen Preis für die Stabilisierungsbeschlüsse ihrer Regierung – sie bekommen ihre gewohnten Medikamente nicht mehr. Der weltweit führende dänische Insulinhersteller Novo Nordisk stellt die Lieferungen seiner Insulinspritzen in Form von Füllfederhaltern ein, weil die Regierung alle Arzneimittelpreise um ein Viertel gekappt hat. Mehr als 50 000 zuckerkranke Griechen fühlen sich erpresst.

Lars Rebien Sørensen, Vorstandschef von Novo Nordisk:
“Ich habe wirklich das Gefühl, dass die griechischen Diabetes-Patienten zu Geiseln der gescheiterten Wirtschaftspolitik der Regierung werden und wir auch. Die Regierung setzt sie mit dieser überraschenden Rasenmäher-Aktion bei den Preisen unter Druck. Das geht doch nicht. Wir können den Preisschnitt von 25 Prozent nicht akzeptieren.”

Der Lieferstopp sei hart, so Novo-Nordisk-Chef Sørensen. Aber wenn man sich das gefallen lasse, gehe es doch woanders gerade so weiter.

Novo Nordisk hält dem griechischen Staat rund 30 Millionen Euro offene Rechnungen vor.

Die Kranken bekämen ein weniger komfortables Insulin-Produkt.

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