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Obama bekennt sich zu Verantwortung

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Obama bekennt sich zu Verantwortung

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US-Präsident Barack Obama hat sich zu seiner persönlichen Verantwortung bezüglich der Ölpest im Golf von Mexiko bekannt.

Bei einem Besuch in der vom Öl verschmutzten Region machte er aber zugleich deutlich, dass es einige Zeit dauern werde, bis die Folgen der Katastrophe beseitigt seien:
“Ich bin letztlich als Präsident verantwortlich, diese Krise zu lösen. Deshalb gebe ich den Menschen dieser Region und am ganzen Golf mein Wort das ich alles in meiner Macht stehende tun werde, diese Katastrophe zu einem Ende zu bringen.”

Obama reagierte damit auf die immer schärfer werdende Kritik, die Katastrophe zunächst unterschätzt zu haben. Er sprach auf Grand Isle, einer besonders schwer von der Ölpest betroffenen Insel vor Louisiana. Die dortigen Bewohner zeigten sich niedergeschlagen:
“Die Menschen hier haben alle Hoffnung verloren, trotz aller Versprechungen, es passiert nichts.”

Eine andere Bewohnerin:
“Meine Erwartungen gehen nicht unbedingt dahin, dass er persönlich die Situation lösen wird, doch ist er verantwortlich geeignete Experten zu finden, die das können.”

Bislang sind mehr als 240 Kilometer der Küste Louisianas verseucht. Noch am Vortag war lediglich von 160 Kilometern die Rede. Hunderte Vögel und mehr als 200 Meeresschildkröten seien an der Ölpest verendet, gab die US-Naturschutzbehörde bekannt. Unter den toten Tieren seien auch 24
Meeressäuger, etwa Delfine oder Wale.

Umfragewerten zufolge könnte die Ölpest im Golf von Mexiko zu Obamas bisher größter innenpolitischer Bewährungsprobe werden.